10 Dez

Prepaid-Handy und das Mobile Netz

Wer sein Prepaid-Handy noch vor einigen Jahren für einen kleinen Ausflug in das mobile Internet benutzen wollte, dürfte beim anschließenden Blick auf seine Guthabenanzeige nicht schlecht gestaunt haben. Mehrere verbrauchte Euro waren keine Seltenheit, abgerechnet wurde in der Regel pro verbrauchtem MB, welche sich nach dem Aufruf einer regulären Internetseite schnell anhäuften.

Nachdem sich das mobile Surfen beim Verbraucher in den vergangenen Jahren stetig wachsender Beliebtheit entwickelte, bieten die deutschen Mobilfunkanbieter ihren Kunden mittlerweile auch für Prepaid Handys eine Vielzahl von kostengünstigen Tarifen an, welche in der Regel durch eine enthaltene Flatrate-Option ideal zum langandauernden Surfspaß im Netz geeignet sind. 

Emails abrufen, die örtliche Wetterlage checken oder interessante Produkte auf Ebay suchen: Nicht zuletzt durch die Möglichkeit, auch mit einem Prepaid-Handy kostengünstig in den Weiten des World Wide Web zu surfen, dürften sich die deutschen Mobilfunkanbieter über einen gewaltigen Zuwachs von Nutzern dieses Angebotes freuen. Dabei sah es lange Zeit danach aus, als wollten diese nicht unbedingt an ihren Preismodellen herumschrauben, sorgten sie doch trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, für reißenden Umsatz. finger-1002577_640 Mobilfunk-Discounter Simyo wagte den ersten Schritt, senkte den anfallenden Preis pro verbrauchtem MB drastisch auf 0,24 €, während Vodafone & Co weiterhin an ihren utopischen Surfkosten festhielten. Nicht lange dauerte es verständlicherweise, bis erste Kunden auf das zu seiner Zeit attraktive Angebot umsprangen, die vier großen Mobilfunkanbieter unter Zugzwang stellten. 

Seither hat sich viel getan: Kein Anbieter von Prepaid Tarifen kann es sich in der heutigen Zeit mehr leisten, auf lukrative Internetangebote zu verzichten; eine Tatsache, welche sich vor allem für den Verbraucher überaus positiv entwickelt hat. Vom damaligen Abrechnungsmodell nach verbrauchten Megabyte hat man sich mittlerweile nahezu gänzlich verabschiedet, attraktive Flatrate-Optionen sorgen für unbegrenzten Surfspaß im Internet.

Anders als bei monatlich bezahlbaren Handyverträgen können diese in der Regel bequem hinzugebucht, und bei Nichtgefallen wieder abgesetzt werden. Derartige Tarifmodelle werden momentan etwa von den Unternehmen blau.de oder simyo angeboten, auch Discounter wie ALDI und Netto sind mit ihren Prepaidtarifen bereits auf den Zug ausgesprungen. 30 Tage voller Surfspaß für durchschnittliche 10 Euro im Monat – Den Kunden freut’s. Dennoch sind wir der Meinung, dass man sich auch lieber nach einem DSL Anbieter für daheim umschauen sollte. Wie auch bereits vor einigen Jahren haben die Branchenriesen Vodafone und T-Mobile den Schritt in die richtige Richtung jedoch mal wieder verschlafen. Eine reine Flatrateoption bietet das Unternehmen seinen Kunden nicht, für 0,99 € besteht allerdings die Möglichkeit, einen ganzen Tag im Internet zu surfen. Doch Vorsicht: Vodafone berechnet für diesen Service zusätzliche 2,49 € im Monat, ein Internettag endet zudem, unabhängig von seiner Startzeit, um 0.00 Uhr.

Fazit

Surfen im Internet hat sich dank kostengünstiger Flatratemodelle zu einem attraktiven und bezahlbaren Volkssport entwickelt. Einzig und allein die Tatsache, dass wieder einmal Discount-Anbieter den ersten Schritt setzen mussten, während Vodafone und Co die Revolution im Prepaid-Markt ein weiteres Mal zu verschlafen drohen, mutet ein wenig seltsam an.

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